Rollentausch im Spitzenderby?

Besonderer Brisanz erfreut sich das fast schon legendäre Aufeinandertreffen der HolidayCheck Baskets Konstanz und work.id.Panthers Schwenningen am kommenden Samstag (20 Uhr) in der Schwenninger Deutenberg-Halle. Drei Spieltage vor Schluss, und dabei punktgleich auf Platz 2 der 1.Regionalliga-Tabelle, kämpfen beide Mannschaften im direkten Vergleich um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Zweite Bundesliga ProB.
Zu Beginn der 1.Regionalligasaison 2008/2009 waren die Karten eigentlich klar verteilt. Die work.id. Panthers Schwenningen, Vizemeister der vorangegangenen Spielzeit, konnten ihre Leistungsträger Marco Schlaffke (16,1 PpS), Tomislav Topic (15 PpS), Brandon Adair (13,8 PpS) und Russos Makris (5,9 PpS) halten und sorgten mit den spektakulären Neuverpflichtungen von Kai-Uwe Kranz (20,2 PpS) und Bill Goehrke (4,5 PpS) für ligaweites Aufsehen. Die zwei Ausnahmekönner führten vor drei Jahren die Kirchheim Knights als Starting-Five Spieler in die Zweite Bundesliga und schafften dort auch gemeinsam den Klassenerhalt. Im vergangenen Jahr war Kranz, der als sicherer Dreierschütze mittlerweile in ganz Deutschland bekannt ist, sogar maßgeblich am Aufstieg der Knights von der ProB in die ProA beteiligt und sorgte mit seinem Wechsel für einen wahren Paukenschlag. Als Schwenningen über die Weihnachtspause dann auch noch Sebastian Betz (13,7 PpS), ehemaliger Leistungsträger beim Zweitligisten Breitengüßbach, vom Spitzenreiter Weißenhorn abwerben konnte, waren augenscheinlich auch die letzten Zweifel am sicheren Gewinn der Meisterschaft aus dem Weg geräumt.
Im Gegensatz dazu wurden die HolidayCheck Baskets zu Saisonbeginn in der Öffentlichkeit nicht als konkurrenzfähig angesehen, da ihre Neuzugänge bis dahin eher unbekannt waren und keine beeindruckenden Statistiken vorzuweisen hatten. Doch davon ließen sich Roger Washington und sein Team nicht groß beeindrucken. Durch mannschaftliche Geschlossenheit und die beste Verteidigung der Liga erarbeiteten sich die Konstanzer Basketballer viele Siege und nach und nach auch den Respekt der Gegner, wobei die große Stärke in der Tiefe der Mannschaft liegt. Regelmäßig kamen bei den Spielen 10-12 Leute zum Einsatz und bescherte auch den Jugendspielern viel Zeit zur Entwicklung. Roger Washington: „Jeder Einzelne unseres 15-köpfigen Kaders hat seinen Teil zu unserem bisherigen Erfolg beigetragen. Ich weiß nicht wie viele andere Vereine konstant über mindestens 12 einsatzbereite Spieler im Training verfügen, aber nur so konnten wir regelmäßig unter Wettkampfbedingungen arbeiten und bis zum jetzigen Zeitpunkt in der Spitzengruppe mitmischen!“
Nun sind die Karten neu gemischt und nachdem die Männer vom Bodensee sowohl das Hinspiel in der Heimischen Schänzle-Hölle, als auch das BBW-Pokalfinale in der Schwenninger Deutenberg-Halle für sich entscheiden konnten, werden sie zu Recht mit breiter Brust beim vorentscheidenden Meisterschaftsspiel im Schwarzwald antreten.