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Auftaktkrimi mit Happy End


Basketball Regionalliga, 19.09.'09: HolidayCheck Baskets - ASC Mainz 74:67.
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Einen Auftakt nach Maß feierten die Konstanzer Basketballer: Zum Saisonstart setzte sich das Team von Roger Washington mit 74:67 gegen den ASC Theresianum Mainz durch. Eine herausragende Leistung bot dabei Marcel Heberlein.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Es sind noch sieben Minuten zu spielen im Spiel gegen Mainz. Konstanz führt 58:56. Das Spiel steht auf Messers Schneide, denn jeder Korb kann spielentscheidend sein. Marcel Heberlein und Peter Leidig machen zusammen sieben Punkte, die Gäste nur zwei. 65:58 – das ist der Sieg. Nein, doch nicht, Ilja Ickert hält die Gäste mit einem Dreier im Spiel. Spannung pur beim Saisonauftakt der HolidayCheck Baskets Konstanz gegen den ASC Mainz. Am Ende behält Konstanz die Oberhand und die Anhänger feiern gemeinsam mit der Mannschaft einen Sieg, der bis zuletzt hart umkämpft war.

Nervosität prägte das Spiel, insbesondere im ersten Viertel. J.R. Moore gewann zwar den Sprungball für die Konstanzer, doch die ersten Würfe landeten allesamt neben dem Ring. Michael Lay zeigt Schrittfehler, auch die Zuspiele kamen nicht an. So richtig drin im Spiel war in dieser Phase nur einer: Marcel Heberlein, der einen fulminanten Start hinlegte und alles andere als nervös wirkte. Der 19-jährige startete mit zwei Dreiern, tankte sich durch die gegnerischen Abwehrreihen, spielte schnelle Pässe, zu schnell für seine Mitspieler. Nach gerade mal drei Minuten stand es 10:9; neun der Konstanzer Punkte machte Heberlein im Alleingang.

Die Gäste präsentierten sich wie erwartet spielstark. Gästespieler Ilja Ickert wirbelte durch die Konstanzer Zonendeckung und wurde zu spät angegangen. Mainz ließ den Ball besser laufen, Konstanz punktete durch Einzelaktionen, versuchte schnell zum Abschluss zu kommen, vergab dabei oft. Von Zusammenspiel konnte hier noch keine Rede sein, aber die spielerische Klasse der einzelnen Akteure hielt das Team von Trainer Roger Washington im Spiel. Nach den ersten zehn Minuten führten die Gäste 20:19.

Es dauerte noch weitere drei Minuten, bis Samba Thiam nun ein Zeichen setzte in der Konstanzer Defensive. Er stand zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle und prompt entschieden die Unparteiischen auf Offensivfoul gegen Mainz. Konstanz schien aufzuwachen, sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff. Schnelle Steals, mehr Bewegung brachte eine stabilere Defense gegen die agilen Gäste. Konstanz drehte das Spiel und führte schnell – 39:30. Doch Vorsicht war geboten, denn Mainz bestrafte Fehler sehr schnell und holte zur Halbzeit noch auf 41:38 auf.

Wenig ansehnlich war die dritte Spielperiode. Das Spiel wurde aggressiver, die Akteure kämpften um jeden Meter. Folglich stieg die Zahl der Fouls und so war auch bald die Mannschaftsfoul-Grenze erreicht. Damit wurde die Partie noch zerfahrener und die Kontrahenten machten nur wenige Punkte, meist nur durch Freiwürfe. Konstanz verlor Lars Menck, nachdem dieser sein fünftes persönliches Foul begangen hatte und auch J.R. Moore musste auf die Bank, da er mit vier Fouls gefährdet war. Mainz machte in diesen zehn Minuten noch einen Punkt gut – 54:52.

Nun ging es die ersten Minuten im Gleichschritt. Konstanz hielt den Vorsprung, aber die Gefahr einer Wende im Spiel lag immer noch in der Luft. Die Zuschauer wurden ruhiger vor Spannung, umso mehr sprangen sie jubelnd vor Erleichterung auf, als Peter Leidig und Marcel Heberlein – mit 31 Punkten am Ende bester Werfer für Konstanz – mit zwei Fast-Breaks die Entscheidung herbeiführten und so Konstanz zum 84:67-Sieg verhalfen, über den sich Roger Washington mit einem breiten Grinsen im Gesicht sehr freute. „Wir waren sehr nervös, haben aber in den wichtigen Momenten die richtigen Dinge getan“, so Washington, der sich nun auf den kommenden Gegner, die Panthers aus Schwenningen, freut. „Mir ist es recht, dass die schwierigen Gegner gleich zu Beginn kommen. Auch die müssen erst die richtige Chemie im Team finden. Das könnte ein Vorteil sein“, sagte Washington.

Auch sein Mainzer Gegenüber Wolfgang Ortmann musste eingestehen, dass der Sieg der Hausherren in Ordnung ging: „Die Konstanzer haben in der zweiten Hälfte cleverer gespielt.“

HCB Konstanz: Binting, Andricevic, Thiam (10), Lay (15), Leidig (2), Heberlein (31), Raschka, Cöllen (5), Menck (2), Deifel, Wiedenbach (2), Moore (7). – Z. 500.

 Zur ausführlichen Statistik dieser Partie gelangt ihr über: http://basketball-bund.net/scouting.do?reqCode=spielStatistik&spielplan_id=463768

Diesen Artikel dürfen wir mit freundlicher Genemigung des SÜDKURIER veröffentlichen, in dem neben Basketball-News auch jede Menge weiterer spannender Sportartikel zu lesen sind.



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