Ungünstige Vorzeichen


Es war eine Woche gespickt mit vielen Hindernissen für die Konstanzer Basketballer, die sich auch auf den bevorstehenden 10. Spieltag in der Regionalliga-Südwest auswirken wird. Am Samstag um 19 Uhr sind die HolidayCheck Baskets beim Mitfavoriten MTV Stuttgart in der Sporthalle-West zu Gast.
Bereits in der letzten Partie gegen Eintracht Frankfurt mussten die Checkers auf den am Fußgelenk verletzten Shooting-Star Marcel Heberlein verzichten, mit dessen Rückkehr frühestens nächste Woche gerechnet wird. Hinzu kommt nun die Verletzung von Flügelspieler Samba Thiam, der gegen Frankfurt auf dem Fuß eines Gegenspielers umgeknickt war. Marko Andricevic wird den Baskets ebenfalls nicht zur Verfügung stehen. Doch auch auf der Centerposition sind die Männer vom Bodensee nicht sorgenfrei. Malte Binting konnte aufgrund einer schweren Grippe an keinem Training in dieser Woche teilnehmen und wird am Samstag zu Hause bleiben. Neben einigen weiteren Blessuren beim Rest der Mannschaft müssen sie den größten Einschnitt jedoch an der Seitenlinie verkraften. Aufgrund einer wichtigen persönlichen Angelegenheit wird Trainer Roger Washington die nächsten Wochen in den USA verbringen. Für diese Zeit wird er von seinem Co-Trainer Domagoj Buljan vertreten, der bereits am Freitag das erste Training leitet.
Nun ist der Zusammenhalt unter Spielern und Verantwortlichen gefragt, der zur Überbrückung solcher Phasen unverzichtbar ist. Vor allem angesichts des starken Gegners, der in der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt auf die HolidayCheck Baskets wartet. Mit nur einer Niederlage mehr rangiert Stuttgart direkt hinter Konstanz auf dem dritten Tabellenplatz. Angeführt vom ehemaligen Konstanzer Mensah Taylor (27,1 PpS) und Jay McAdams-Thornton (17,4 PpS), der zuvor auf der anderen Seeseite in Friedrichshafen aktiv war, zählt der MTV zu den großen Überraschungen dieser Saison. Sollte es den Konstanzern jedoch gelingen, trotz Verletzungsproblemen die beiden herausragenden Amerikaner zu kontrollieren wären die Vorraussetzungen gegeben, auch im siebten Regionalligaspiel in Folge die Oberhand zu behalten. Co-Trainer Domagoj Buljan sieht jedenfalls durchaus realistische Siegchancen: "Da wir gerade auf den Flügelpositionen sehr ausgeglichen besetzt sind, mache ich mir nicht so große Sorgen. Ich habe viel Vertrauen in die Mannschaft und bin davon überzeugt, dass wir trotzdem in der Lage sein werden 40 Minuten lang Druck auszuüben. Wir wollen auf jeden Fall gewinnen!"