Primäres Ziel: Klassenerhalt


Konstanzer Basketballer starten am Sonntag mit Heimspiel in die Regionalliga
Am Sonntag beginnt, was nur wenige in Konstanz für möglich gehalten
hätten: die erste Regionalligasaison einer Konstanzer
Basketball-Mannschaft in der Vereinsgeschichte. Überhaupt muss man weit
blicken, um eine Stadt zu finden, in der schon einmal Basketball in
dieser, der dritthöchsten, Spielklasse gespielt wurde oder noch wird.
Die Mannschaft, die Verantwortlichen und die Fans freuen sich auf eine
Saison der Superlative: Noch nie spielte eine so ausgeglichene
Mannschaft auf derart hohem Niveau in Konstanz. Durch spektakuläre
Neuzügänge wurde das bestehende Team der letzten Saison optimal
ergänzt. Und noch nie kamen so viele Zuschauer zu den Spielen der
Konstanzer Basketballer wie sie der Verein für diese Spielzeit
erwartet. Eine Zahl von über 500 Besuchern scheint realistisch.
Ebenfalls neu ist die Spielstätte der Korbjäger: Da die bisherige Halle
in der Zeppelin-Gewerbeschule für Regionalliga-Basketball einfach nicht
mehr geeignet erschien, entschied das Management der TVK-Basketballer,
dass der richtige Zeitpunkt für den Wechsel in die Schänzle-Halle
gekommen war. Mit Ausnahme von zwei Begegnungen werden die TVK'ler ihre
Heimspiele also immer Sonntags um 17 Uhr in der Schänzle-Halle
austragen.
Für das erste Heimspiel, das diesen Sonntag um 17 Uhr über die Bühne
geht, sind die Konstanzer gut gerüstet. Das Team präsentierte sich in
den letzten Trainingseinheiten als Einheit und Coach Georgi Bujukliev
kann aus dem Vollen schöpfen. Der Kader ist durch den jüngsten
Neuzugang Petr Sulc (Bild) bis auf 12 Spieler angewachsen, Spielertrainer
Georgi Bujukliev noch nicht einmal eingerechnet. Gleich beim ersten
Spiel erwarten die Konstanzer den Topfavoriten der Liga, die KGJ
Schwenningen, die letztes Jahr bereits die Meisterschaft in der
Regionalliga gewann, aber am Aufstieg in die zweite Bundesliga in der
Relegation nur knapp vorbei schrammte. Doch auch die restlichen Teams
sind ein anderes Kalibier als es die meisten Vereine der Oberliga in
der vergangenen Saison waren. Neben Schwenningen werden den Teams aus
Kirchheim, Karlsruhe und auch Aufsteiger Weißenhorn Chancen auf die
Meisterschaft eingeräumt. Für den TVK gibt es hingegen nur ein Ziel.
"Wir haben in den letzten Jahren eine kontinuierliche Aufbauarbeit in
Konstanz geleistet. An dieser Strategie der kleinen Schritte wollen wir
zusammen mit unseren Sponsoren festhalten. Daher kann unser Saisonziel
nur der Klassenerhalt sein. Wenn alles optimal läuft, könnte es aber
sogar zu einem Platz im Mittelfeld der Liga reichen", fasst
Basketball-Chef Stefan Ahlhaus die Ausgangssituation zusammen. Armin
Jejkal, Hauptsponsor der Konstanzer, stimmt zu: "Wir wollen langsam
wachsen, denn schließlich muss das Umfeld mit der Entwicklung des Teams
Schritt halten können. Ich kann gar nicht erwarten, bis es endlich
losgeht".
Jan Mittelstaedt