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Tabelle HC Baskets

1 Treis-Karden 28 14/3
2 Konstanz 28 14/3
3 Speyer 23 12/5
4 Mainz 19 10/7
5 Göppingen 18 9/8
6 Tübingen 18 9/8
7 Stuttgart 16 8/9
8 Heidelberg 15 8/9
9 Saarlouis 14 7/10
10 Völklingen 14 7/10
11 Karlsruhe 14 7/10
12 Freiburg 10 5/12
13 Schwenningen 8 4/12
14 Trier 8 4/12
Ein Service von Schoenen-Dunk

59:59, dann legte der TV Konstanz los

Team von Roger Washington gewinnt Derby gegen KGJ Schwenningen


Basketball Regionalliga, 28.10.'06: HolidayCheck Baskets - KGJ Schwenningen 86:78.
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Die Konstanzer Basketballer sind in der Regionalliga weiter ungeschlagen. Auch die KGJ Schwenningen musste sich in der Schänzlehalle dem Tabellenführer geschlagen geben, bot dem Favoriten dabei aber lange Zeit Paroli.

von
Dirk Salzmann

Es stand 59:59, als das letzte Viertel in der Konstanzer Schänzlehalle begann. Die Gäste hatten zuvor die ersten beiden Viertel für sich entschieden und sich einen Neun-Punkte-Vorsprung zur Halbzeit gesichert. Im dritten Viertel hatte Konstanz die Partie dann ausgeglichen, ein Nervenkrimi schien also garantiert.

59:59 also, Konstanz in Ballbesitz. KGJ-Spielertrainer Michael Heck ordnet eine Zonenverteidigung an, um die Kreise von TVK-Aufbauspieler Brian Lang einzuengen. Pass auf Lars Menck, der steigt hoch und trifft den Dreier. Schwenningen verkürzt auf 62:61, doch Brian Lang legt den nächsten Dreier nach. Im Gegenzug setzt Samba Thiam seinen Dunking-Versuch an den Ring und Mensah Taylor legt einen weiteren Dreier nach. Bei Schwenningen liegen die Nerven blank, nach einer Auszeit verfehlt der ansonsten starke Michael Heck den Korb. Dann wieder Taylor, der per Dunking vollendet, 71:61 – die Halle tobt! „Dass Konstanz irgendwann aufdrehen würde, war mir klar. Aber so einen Bruch im Spiel darf man sich eigentlich auch nicht erlauben“, kommentierte Spielertrainer Heck wenig später die spielentscheidende Szene. „In der ersten Halbzeit haben wir fast perfekt gespielt. Konstanz war doch als Spitzenreiter klarer Favorit, aber wir hatten alle Chancen, das Derby zu gewinnen.“ Auch bei Teamkollege Marco Schlafke saß der Frust tief: „So ein Derby ist etwas besonderes. Im Vorfeld wurde viel darüber geredet. So eine Niederlage schmerzt natürlich“. Und Samba Thiam ergänzte: „Wir haben ja bereits im dritten Viertel die Kontrolle verloren, sodass Konstanz ausgleichen konnte. Leider konnten wir im vierten Viertel dann nicht mehr reagieren“.

Konstanz brachte den Vorsprung in der Tat routiniert nach Hause und feierte vor den 700 Zuschauern im Anschluss ausgelassen den Derby-Sieg. „Derbys sind immer cool. Vor so einer Kulisse zu spielen und dann noch zu gewinnen, das ist super. Zumal wir die letzten Vergleiche gegen Schwenningen immer verloren haben“, freute sich Mac Dotzauer dann auch über den Erfolg, der hart erarbeitet war. „Schwenningen hat stark gespielt und war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Aber bei uns hat keiner den Kopf hängen lassen. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir heute verlieren könnten. Irgendwie wusste ich, dass wir noch drauflegen können“, so Dotzauer. „Im vierten Viertel haben wir dann den Ball gut laufen lassen und endlich auch unsere freien Würfe getroffen.“

Komplimente für den Gegner gab es auch vom Konstanzer Trainer Roger Washington: „Schwenningen kam mit viel Selbstvertrauen und hat zu Beginn überragend gespielt. Uns gelang das erst im Schlussabschnitt. Dieser Sieg war sehr wichtig für uns“. Ein Sonderlob gab es für Brian Lang: „Er hat fast 40 Minuten gespielt und war in der entscheidenden Phase da.“ Solche Lorbeeren wollte der Konstanzer Aufbauspieler aber gar nicht annehmen: „Das ist ein Mannschaftsspiel. Allein bist du nichts“.

So einig sich alle Beteiligten über den Spielverlauf waren, so unterschiedlich ist das Restprogramm der Hinrunde, das den Teams in den kommenden Wochen bevorsteht. Die Bodensee-Basketballer müssen unter anderem noch in Weißenhorn und gegen Stuttgart antreten, die beide zu den Top-Teams der Liga zählen. „Wir denken von Spiel zu Spiel. Es ist schön, an der Tabellenspitze zu stehen. Aber wichtig ist das erst, wenn wir auch am Saisonende noch oben sind“. Anders die Situation in Schwenningen: „Wir hatten bereits alle Großen, jetzt kommen die Teams, die wir schlagen müssen“, so Marco Schlafke. Konstanz gehört nicht zu dieser Kategorie, auch wenn es eine Halbzeit lang danach aussah.

TV Konstanz: Buljan, Dotzauer (5), Geiger (10), Kienzle, Lang (30), Leidig (3), Menck (16), Pereira, Gyamerah (2), Taylor (20).

KGJ Schwenningen: Michalczyk, Thiam (12), Mönch, Milutin, Matongo (12), Topic (22), Heck (21), Spöcker, Sisljagic, Schlafke (11).


„Wie bei einer Badewanne“

Der Fluch der ersten Halbzeit

Roger Washington war zufrieden, keine Frage. Der fünfte Sieg im fünften Spiel war perfekt, das Derby gegen Schwenningen gewonnen – diese Bilanz kann sich sehen lassen. Und doch, eine Sache ließ den Trainer des TV Konstanz nach dem Abpfiff sinnieren: die abermals verkorkste erste Halbzeit. „Das war bislang in jedem Spiel so“, wusste Washington, der ironisch folgenden Vergleich brachte: „Ich kann das nicht gutheißen. Aber bei einigen meiner Spieler habe ich den Eindruck, dass sie zunächst den Gegner austesten, noch nicht voll draufgehen. Das ist wie bei einer Badewanne…“ Pardon, wie bei einer Badewanne? „Ja, man steckt zuerst den Finger ins Wasser, um die Temperatur zu checken, bevor man ganz reinhüpft“. Mit Arroganz habe das nichts zu tun und natürlich weiß auch der Coach, dass seine Mannen nicht bewusst mit angezogener Handbremse anfahren. „Wir spielen immer aggressiv und haben Respekt vor jedem Gegner. Aber in der ersten Halbzeit gehen bei uns viele Würfe einfach nicht rein.“

Warum das so ist? Darauf wusste auch Mac Dotzauer keine Antwort. „Das ist schon komisch. Bei uns läuft es immer erst nach der Pause. Aber das müssen wir abstellen, denn das kann nicht immer gut gehen.“ Eine Einschätzung, die Brian Lang bestätigte, wenngleich für ihn das Endergebnis im Vordergrund steht: „Ein Spiel dauert 40 Minuten. Wer dann die Nase vorn hat, das ist entscheidend.“

Gegen die KGJ Schwenningen schafften die Konstanzer also gerade noch rechtzeitig den Sprung in die Wanne. Jetzt gilt es die Tabellenführung auszubauen. „Die nächsten Spiele sind entscheidend. Nach der Vorrunde wissen wir, wo wir stehen“, erklärte Dotzauer mit Blick auf die Pokalpartie in Böblingen und die folgenden Ligaspiele gegen Weißenhorn, Mannheim und Stuttgart, die für die Konstanzer nicht mit einem Bauchplatscher enden sollen. (sal)

Diesen Artikel dürfen wir mit freundlicher Genemigung des SÜDKURIER veröffentlichen, in dem neben Basketball-News auch jede Menge weiterer spannender Sportartikel zu lesen sind.  



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