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21.04.TRI - KON 
28.04.KON - VOE 

Tabelle HC Baskets

1 Treis-Karden 28 14/3
2 Konstanz 28 14/3
3 Speyer 23 12/5
4 Mainz 19 10/7
5 Göppingen 18 9/8
6 Tübingen 18 9/8
7 Stuttgart 16 8/9
8 Heidelberg 15 8/9
9 Saarlouis 14 7/10
10 Völklingen 14 7/10
11 Karlsruhe 14 7/10
12 Freiburg 10 5/12
13 Schwenningen 8 4/12
14 Trier 8 4/12
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Hängende Köpfe durch die Bank

AUS STUTTGART INGO FEIERTAG


Basketball Regionalliga, 31.03.'07: MTV Stuttgart - HolidayCheck Baskets 102:86.

Die Regionalliga-Basketballer des TV Konstanz haben am letzten Spieltag der Saison das Topduell in Stuttgart mit 86:102 verloren. Die Konstanzer beenden die Saison somit auf Rang drei, dürfen sich aber vielleicht dennoch Hoffnungen auf die Aufstiegsrunde machen.

"Konstanz, Konstanz", schreien die TVK-Fans in der Stuttgarter Sporthalle West. Immer wieder. Schon Minuten vor dem Schlusspfiff haben sie sich von ihren Sitzen erhoben. Jetzt stehen sie den Spielern in gegenseitigem Applaus gegenüber. Aus Respekt, nicht vor Freude. Denn die ganz in Blau gekleideten Basketballer vom Bodensee lächeln zwar, doch sie sind geknickt. Wenige Meter entfernt feiert der MTV Stuttgart die Meisterschaft der Regionalliga - und der Jubel geht beinahe unter, so laut trauern die Verlierer.

Es war das große Finale einer aus Konstanzer Sicht noch größeren Saison. Die Ausgangslage: Der Sieger holt am letzten Spieltag die Meisterschaft und qualifiziert sich mit der KGJ Schwenningen für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga, der Verlierer beendet die Runde auf dem undankbaren dritten Rang. Alles oder nichts.
Der TV Konstanz startete mit wilder Entschlossenheit in das Endspiel einer ganzen Saison: Nach wenigen Sekunden führten die Konstanzer mit 3:0 durch Brian Lang. Das war's dann aber auch. Die erste Führung blieb die einzige im ganzen Spiel. Konstanz - der Wenige-Sekunden-Meister.

Und das zu Recht: Der MTV Stuttgart war wesentlich treffsicherer als der TVK und baute seinen Vorsprung über 10:3 und 16:5 auf 15 Punkte aus (27:12). Konstanz wurde förmlich überrollt vom MTV-Express. Nach der ersten Pause (31:18) ging es beinahe so weiter. Nur MTV machte die Musik. Wenige Minuten später stand es 39:20, und zur Halbzeit war Stuttgart auf stolze 21 Zähler davon gespurtet (53:32). "Heute war die Verteidigung ausschlaggebend, wir haben zu viele leichte Punkte bekommen in der ersten Hälfte", sagte der Konstanzer Trainer Roger Washington.

Seine Pausenansprache schien gefruchtet zu haben: Mit zwei Rebounds von Mensah Taylor und zwei Korberfolgen von Lang kam Konstanz aus der Kabine. Das Aufbäumen war jedoch vergeblich, der Rückstand schon zu groß. Der TVK verkürzte zwar von 17 (36:53) über 15 (42:57) auf 13 Zähler zur letzten Pause (57:70), doch die Aufholjagd wollte einfach nicht gelingen. Ganz kurz kam noch so etwas wie Spannung auf, als Jüfan Geiger mit einem Dreier zu Beginn des letzten Viertels den Rückstand auf neun Punkte verkürzte, doch Stuttgart war einfach zu gut. "Hätten alle perfekt gespielt, dann hätten wir gesiegt", sagte Washington. Die Realität sah freilich anders aus: "Stuttgart hat verdient gewonnen." Das Spiel, die Meisterschaft und das Rennen um die Play-offs. "Wir haben gekämpft, aber unsere Chance vergeben", fuhr Washington fort.

Nach dem Abpfiff waren er und seine Spieler lange in der Kabine verschwunden. "Jeder hat jeden in den Arm genommen, es waren auch Tränen dabei", erzählte der Konstanzer Trainer. Die wichen aber ganz schnell dem Stolz über das Erreichte. "Natürlich sind wir ein bisschen traurig, doch wir haben keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen", sagte Washington. "Wir hatten eine tolle Saison, wir waren im Lauf der Runde öfter froh als enttäuscht", sagte auch der Konstanzer Topscorer Brian Lang, der weit unter seiner Bestform blieb.

Die Tränen wichen Stolz - und Trotz. "Wir lernen daraus", sagte der Konstanzer Coach. "Wir wollen dieses Gefühl nie mehr haben und wir wissen jetzt, dass nichts von alleine geht." Viel wichtiger als "gewinnen, gewinnen, gewinnen", sei doch, dass diese Mannschaft die Stadt Konstanz "als Basketballmacht auf die Landkarte gebracht hat". Und Washington blickte schon in die Zukunft: "Nächstes Jahr wollen wir das sein, was Stuttgart jetzt ist. Meister."

Doch wer weiß, vielleicht spielen die Konstanzer ja sogar schon wesentlich früher eine Klasse über dem Champion von heute. Noch während der Stuttgarter Feierlichkeiten machte das Gerücht die Runde, dass der MTV auf die Play-offs verzichten und gar nicht aufsteigen wolle. Ob das gleichzeitig die Konstanzer Fahrkarte für das Aufstiegsrennen ist, wollte allerdings niemand bestätigen.
"Die Ausschreibung besagt, dass die beiden Ersten in die Play-offs kommen", sagte der Stefan Ahlhaus, Abteilungsleiter der Basketballer beim TVK. "Wenn dann plötzlich der Dritte nachrückt, könnte es Einsprüche geben." Ahlhaus spricht aus Erfahrung. Im vergangenen Jahr wurden die TVK-Frauen Dritte in der Oberliga, und obwohl der Meister auf die Relegation verzichtete, musste Konstanz draußen bleiben. Die Play-offs wurden einfach mit einem Team weniger gespielt.

TV Konstanz: Kienzle, Dotzauer, Buljan (5), Leidig (10), Solomon, Gyamerah, Lang (21), Menck (18), Stanev, Taylor (23), Geiger (10).


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